Seien es Strompreise oder Gaspreise – man hört im Normalfall seit Monaten nur von Tariferhöhungen. Die Anbieter finden immer mehr und immer neue Gründe: Strom durch erneuerbare Energien sei teurer herzustellen, die Gaspreise stiegen wegen höherer Beschaffungskosten, und der globale Markt übe Druck aus.
Zum Herbst und Winter hin und damit zur Zeit des Heizens und erhöhten Energieverbrauchs, haben wieder viele Versorger in der Bundesrepublik Preiserhöhungen angekündigt. Dabei ist für viele Verbraucher schon jetzt Gas nahezu unbezahlbar. Zumindest ein Versorger schlägt die erfreuliche Gegenrichtung ein: Die NEW Energie will die Gaspreise nach eigenen Angaben ab Oktober 2011 senken. Der Geschäftsführer W. Hüppe erklärt die Senkung von 3,7 Prozent, die pro vierköpfiger Familie mit einem Durchschnittsverbrauch 50 Euro jährlich ausmachen kann, mit professionellerer Energiebeschaffung und besserer Zusammenarbeit mit anderen Konzernen. Er garantiere auch eine stabile Preislage für zwölf Monate.
Für den Verbraucher ist das der Startschuss. Auch der Gasmarkt macht es Kunden inzwischen leicht, den Anbieter zu wechseln. Es wird empfohlen, einen Gasvergleich durchzuführen, um selbst absehen zu können, ob man mehr zahlt, als man eigentlich müsste. Es gilt auch, auf die Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen zu achten, ein Sonderkündigungsrecht liegt normalerweise bei Preisaufschlägen des Versorgers während der Vertragslaufzeit vor. Der Wechsel ist oft unkomplizierter als gedacht, und man muss keine Angst davor haben, dass man beim Wechsel zwischenzeitlich kein Gas bekommt, denn eine durchgehende Versorgung ist gesetzlich garantiert. Im Regelfall wird sogar das Ablesen des Zählerstandes während des Überganges weiterhin vom alten Versorger übernommen, die Rechnung jedoch einfach vom neuen Versorger gestellt.